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Deu Gemischtes Straßenverkehr

ADAC erwartet weitere Zunahme der Staugefahr am Wochenende

Der ADAC geht davon aus, dass der Reiseverkehr auf Deutschlands Autobahnen am kommenden Wochenende weiter zunehmen wird. Es bestehe „sehr hohe Staugefahr“, teilte der Automobilklub am Montag mit.

Hintergrund ist demnach, dass jetzt auch in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Schulen schließen. Bis auf Bayern und Baden-Württemberg befindet sich damit ganz Deutschland in den Sommerferien.

Auf den wichtigsten Urlauberautobahnen werde es zeit- und abschnittsweise „sehr zäh“, so der ADAC. Neben deutschen Urlaubern seien auch viele niederländische und skandinavische Reisende unterwegs.

Aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland rolle derweil die zweite Reisewelle in Richtung Küsten, Berge und in den Süden.

Die Spitzenzeiten für hohes Verkehrsaufkommen am Wochenende sind Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Für zahlreiche Staus dürften bei einer guten Wetterlage auch Tagesausflügler oder Kurzentschlossene sorgen. In Deutschland gibt es laut ADAC zudem derzeit 1.242 Autobahnbaustellen, die zu Behinderungen führen.

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Deu Familien Politik Steuern

Union pocht auf Beibehaltung des Ehegattensplittings

Die finanzpolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Antje Tillmann (CDU), hat den Vorstoß von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) zu einem baldigen Ende des Ehegattensplittings zurückgewiesen.

„Ein solches Gesetz ist zustimmungspflichtig und wird auch im Bundesrat keine Mehrheit finden“, sagte Tillmann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Dass ausgerechnet die Familienministerin eine Abschaffung des Splittings immer wieder ins Gespräch bringt, legt die Vermutung nahe, dass sie Care-Arbeit in Familien geringer wertschätzt als bezahlte Arbeit.“ Paus hatte am Montag in der „Bild“-Zeitung das Ehegattensplitting als „veraltet“ bezeichnet und seine baldige Abschaffung in Aussicht gestellt.

Das Ehegattensplitting komme Familien vor allem „in der vulnerabelsten Phase“ zugute, „wenn ein Partner Kleinstkinder betreut und insoweit eine Zeit lang verkürzt oder gar nicht arbeitet“, sagte CDU-Politikerin Tillmann weiter.

„Hier würde bei Abschaffung des Ehegattensplittings die Familie nicht nur auf das entfallende Gehalt der Erziehungsperson verzichten müssen, sondern es würde auf das verbleibende Gehalt dann auch noch die volle Wucht der steuerlichen Progression durchschlagen.“ 90 Prozent des Splittingeffekts entfielen auf Paare mit Kindern, so Tillmanns.

Unterstützung bekam Paus unterdessen vom Koalitionspartner SPD. „Das Ehegattensplitting ist ein Relikt aus dieser Zeit und stärkt das Alleinverdienermodell und Minijobmodell mit allen Nachteilen für die Ehefrauen – spätestens im Alter“, sagte die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Leni Breymaier, der NOZ. Es sei „ein wichtiger Anfang“, dass die Bundesregierung die Steuerklassen III und V streichen werde. „Für mehr braucht es gesellschaftliche und eben politische Mehrheiten. Dabei ist für uns klar: Wir wollen Familien mit Kindern stärken, nicht Ehen“, so Breymaier.

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Asyl Deu EU Kriminalität Politik

Djir-Sarai verlangt Beibehaltung der Grenzkontrollen

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai fordert im Koalitionsstreit um die Verlängerung von Grenzkontrollen, diese so lange aufrechtzuerhalten, bis die Außengrenzen der EU vollständig geschützt sind. „Noch sind wir nicht so weit“, sagte er dem Fernsehsender „Welt“.

„Deswegen sind Grenzkontrollen aus meiner Sicht in der jetzigen konkreten Situation, in der wir uns befinden, ein Instrument, das sehr wichtig ist.“ Die Migrationspolitik in Deutschland überfordere derzeit das Land qualitativ genauso wie quantitativ.

„Und da ist die klare Erwartungshaltung gegenüber der Politik bei der Steuerung, Kontrolle, aber auch Beschränkung der Migration hier deutlich, sich zu verbessern, deutlich mehr Erfolge zu erzielen. Und das wäre ein Beitrag dazu.“

Die Grenzkontrollen hätten sich als effektives Instrument gegen illegale Einreisen erwiesen, aber es gehe hier „um mehr als nur das Thema Migration“, so Djir-Sarai: „Es geht hier um das Vertrauen der Bevölkerung gegenüber den Institutionen des Staates: Funktioniert der Staat? Oder gibt es hier einen Kontrollverlust?“ Und das sei die Erwartungshaltung: „Die Menschen wollen wissen, wer zu uns kommt.“ Sie wollten vor allem, dass Migration nach rechtsstaatlichen Kriterien erfolge.

„Das ist das, was die Politik auch ganz klar liefern muss“, so der Generalsekretär.

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Deu Politik Wirtschaft

Lindner bringt Nachtragshaushalt auf den Weg

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat den Entwurf für einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr auf den Weg gebracht. Die Kabinettsvorlage, über die das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) berichtet, sieht für das laufende Jahr Gesamtausgaben von 488,9 Milliarden Euro und eine Neuverschuldung von 50,3 Milliarden Euro vor. Am Mittwoch soll das Kabinett den Entwurf beschließen.

Damit fällt die Neuverschuldung in diesem Jahr um 11,3 Milliarden Euro höher aus als ursprünglich geplant.

Die Schuldenbremse wird trotzdem eingehalten. Sie erlaubt dem Bund aufgrund der schwächeren Konjunktur, mehr Kredite aufzunehmen. In dem Entwurf wird auf eine „anhaltende Wachstumsschwäche“ verwiesen.

Mit den zusätzlichen Schulden sollen unerwartet stark gestiegene Ausgaben gedeckt werden.

Laut Entwurf des Nachtragshaushalts geht es dabei vor allem um „Mehrbedarfe“ bei der Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG) sowie „Mindereinnahmen aus dem europäischen Emissionshandel“ im Umfang von insgesamt 10,4 Milliarden Euro.

Zudem steigen auch die Ausgaben für das Bürgergeld stärker als noch beim Beschluss des regulären Haushalts erwartet. Die schwächere Wirtschaftsentwicklung schlage sich auf dem Arbeitsmarkt nieder, heißt es im Entwurf des Nachtragshaushalts. „Wegen zusätzlicher Leistungsberechtigter sowie höheren Zahlungsansprüchen der Bedarfsgemeinschaften werden Mehrausgaben in Höhe von insgesamt 3,7 Milliarden Euro in der Grundsicherung für Arbeitsuchende abgebildet.“

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Börse Börsenbericht Deu Livemeldung Wirtschaft

Dax am Mittag weiter leicht im Minus – Anleger halten sich zurück

Der Dax ist am Montag nach einem bereits verhaltenen Start in den Handelstag bis zum Mittag leicht im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.720 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Adidas, Rheinmetall und Sartorius, am Ende RWE, Siemens Energy und BMW.

„Die Marktteilnehmer bleiben vorerst weiterhin positiv gegenüber den deutschen Standardtiteln eingestellt“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow.

„Insbesondere die Aktien von Rheinmetall, Sartorius, Hannover Rück und Qiagen treffen auf Kaufinteresse. Vorsichtiger sind die Investoren bei den Versorgertiteln und den Aktien von BMW.“

Das Handelsgeschehen sei insgesamt eher zurückhaltend und von wenigen Handelsvolumen bestimmt. „Gerade mit Blick auf die begonnene Quartalsberichterstattung in den USA agieren viele Investoren eher vorsichtig“, so Lipkow.

„Das Blatt kann sich noch schnell wenden und zu einer höheren Volatilität führen, wenn die Quartalszahlen nicht in das Gesamtbild passen.“

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Deu Israel Militär Palästinensergebiete Politik

Berlin drängt auf Wiederaufnahme der Gespräche über Gaza-Waffenruhe

Nach dem vorläufigen Abbruch der Verhandlungen zwischen der Hamas und Israel über eine Waffenruhe im Gazastreifen drängt die Bundesregierung auf eine zügige Wiederaufnahme der Gespräche. Man appelliere an die Konfliktparteien, die Waffenstillstandsverhandlungen jetzt mit Hochdruck fortzusetzen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin.

Denn dieser Waffenstillstand sei dringend notwendig, um die Freilassung der Geiseln zu erreichen und die humanitäre Notlage der Zivilisten in Gaza zu lindern. Mit Blick auf einen israelischen Luftschlag in der südlichen Stadt Chan Junis sagte der Sprecher, dass dieser dem Militärchef der Hamas gegolten habe.

Man sehe zudem immer wieder, dass die Hamas sich in Gaza hinter Zivilisten verschanze, fügte er hinzu. „Das ist eines der Grundprobleme dieses Konflikts.“

Gleichwohl habe natürlich jeder Krieg Grenzen. Zivilisten dürften nicht zwischen die Fronten geraten und die israelische Armee sei dazu verpflichtet, sie zu schützen.

„Je mehr Zivilisten in diesem Krieg sterben, umso dringlicher stellt sich die Frage, ob dies in ausreichendem Maße geschieht.“ Man erwarte, dass eine von Israel angekündigte Untersuchung zu dem Luftschlag schnell erfolge.

Die Hamas hatte den Abbruch mit dem Luftangriff nahe Chan Junis begründet, bei dem es nach palästinensischen Angaben mehr als 90 Tote gegeben haben soll, darunter „unbewaffnete Zivilisten“. Israel sprach wiederum von einem gezielten Schlag und meldete unter anderem die Tötung des Kommandeurs der Hamas-Brigade in Chan Junis, Rafa Salama.

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Bildung Deu Gemischtes

Umfrage: Viele Kinder mit Zustand von Schultoiletten unzufrieden

Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland sind mit dem Zustand von Schultoiletten unzufrieden. Wie eine am Montag veröffentlichte Erhebung des Deutschen Kinderhilfswerks ergab, halten nur 44 Prozent Zustand und Sauberkeit der Toiletten in den Schulen für gut.

Es gibt allerdings deutliche Unterschiede in den Bewertungen der Schüler in den Bundesländern. So sind 67 Prozent der Befragten in Nordrhein-Westfalen und 65 Prozent in Hamburg der Auffassung, dass die Toiletten in schlechtem Zustand sind, in Sachsen (32 Prozent) und Bayern (44 Prozent) sind es hingegen deutlich weniger.

Große Unterschiede gibt es in diesem Bereich auch in der Bewertung zwischen Schülern in Großstädten und kleinen Kommunen. Während in kleinen Kommunen 46 Prozent der Kinder und Jugendlichen den Zustand der Schultoiletten als schlecht einstufen, sind es in Großstädten 62 Prozent.

Die Bewertungen zum Schulhof- und Pausenbereich fallen insgesamt positiver aus. Nach Einschätzung von rund drei Vierteln der Schüler (76 Prozent) gibt es zwar ausreichend Platz für Bewegung und Spiel, gleichzeitig meint aber nur eine knappe Mehrheit (55 Prozent), dass es dort attraktive und vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten gibt.

58 Prozent sind der Meinung, dass es ausreichend gute Sitzmöglichkeiten im Schulhof- und Pausenbereich ihrer Schule gibt. Dass es dort einen guten Ort zum Entspannen gibt, meinen hingegen nur 48 Prozent der Befragten. Zustand und Sauberkeit des Schulhof- und Pausenbereiches befinden insgesamt rund zwei Drittel (65 Prozent) für gut.

Für die Umfrage, die vom Sozial- und Politikforschungsinstitut Verian durchgeführt wurde, wurden deutschlandweit 3.218 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren online unter Nutzung eines Access-Panels befragt.

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Deu Familien Politik Steuern Wirtschaft

Lindner schließt Abschaffung des Ehegattensplittings aus

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat irritiert auf Äußerungen von Familienministerin Lisa Paus (Grüne) reagiert, die in der Reform der Steuerklassen einen „Startpunkt in Richtung Abschaffung des Ehegattensplittings“ sieht.

„Die Aussage der Kollegin Paus ist rätselhaft, denn das Ehegattensplitting wird auf keinen Fall abgeschafft“, sagte Lindner dem Nachrichtenportal T-Online. „Im Gegenteil ist die Reform der Steuerklasse die Alternative zur Abschaffung des Ehegattensplittings.“ Die Reform sorge dafür, dass die Steuer „fair zwischen den Ehegatten verteilt wird“ und Steuernachzahlungen vermieden würden.

„Leider sind es bisher oft Frauen, die optisch eine überproportionale Steuerlast tragen“, sagte er.

„Eine Abschaffung des Splitting-Vorteils wäre dagegen eine Steuererhöhung ausgerechnet für Menschen, die füreinander Verantwortung übernehmen“, so Lindner weiter. „Die Aussagen von Frau Paus sind deshalb eine Vorahnung, was die Grünen mit der arbeitenden Bevölkerung planen. Das werde ich als Finanzminister verhindern.“

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Deu Fußball Fußball-EM Gewalt Kriminalität Politik

Etwa 2.340 Straftaten mit EM-Bezug – Faeser zieht positive Bilanz

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) haben nach der Fußball-EM eine positive Bilanz gezogen. Die Zahl der „sicherheitsrelevanten Vorfälle“ sei deutlich geringer gewesen, „als bei einem Sportereignis von dieser Größe zu erwarten war“, teilten beide Ministerien am Montag mit. Die Sicherheitskonzepte hätten „umfassend gegriffen“.

Die Polizeien der Länder und des Bundes stellten über den Turnierzeitraum etwa 2.340 Straftaten mit EM-Bezug fest, darunter rund 700 Körperverletzungsdelikte, ca. 120 Diebstähle und ungefähr 200 Hausfriedensbrüche.

Registriert wurden zudem 140 Gewaltdelikte gegen Polizisten. Insgesamt gab es über den Turnierzeitraum etwa 115.000 polizeiliche Maßnahmen mit EM-Bezug, darunter fast 1.000 Gefährderansprachen, etwa 320 Gewahrsamnahmen und rund 170 Festnahmen.

Etwa 2,6 Millionen Menschen haben im letzten Monat die 51 Spiele in den zehn Stadien verfolgt. Hinzu kamen etwa sechs Millionen Menschen, die die Fanzonen besuchten.

Im ganzen Land wurden während des Turniers etwa 2.100 Veranstaltungen mit EM-Bezug registriert, darunter ca. 940 Public-Viewing-Veranstaltungen bundesweit.

Faeser sagte, dass die Sicherheitsmaßnahmen „in allen Bereichen gewirkt“ hätten. „Wir waren vorbereitet auf alle denkbaren Gefahren von islamistischem Terrorismus, über Gewalt durch Hooligans bis hin zu Cyberangriffen und gefährlichen Drohnenflügen – und wir haben uns gegen alle Bedrohungen gewappnet.“ Es habe deutlich weniger Sicherheitsvorfälle und Straftaten gegeben, als die Sicherheitsbehörden bei einem Ereignis mit vielen Millionen Menschen vorher erwartet hätten.

„Dafür war vor allem die sehr hohe Polizeipräsenz überall im Land entscheidend“, so die Ministerin.

Reul ergänzte, dass es „eine Teamleistung aller Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes“ gewesen sei, „dass die Europameisterschaft größtenteils friedlich verlief“.

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Deu Gemischtes Gesellschaft Internet

Großteil der Deutschen nutzt Emojis

Emojis gehören für den Großteil der Deutschen zur digitalen Kommunikation dazu. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom nutzen 81 Prozent der Bundesbürger sie in ihren Textnachrichten, Mails oder Chats.

Fast jeder Fünfte (19 Prozent) tut dies in jeder einzelnen Nachricht, 31 Prozent in der Mehrzahl und 24 Prozent in wenigen Nachrichten. Nur acht Prozent verwenden Emojis äußerst selten bzw. kaum.

Wer Emojis nutzt, tut dies vor allem in der privaten Kommunikation im Freundes-, Bekannten- und Familienkreis (98 Prozent). Auch im Job kommen sie zum Einsatz: 29 Prozent nutzen Emojis im beruflichen Kontext im Austausch mit Kollegen, 19 Prozent außerdem mit Vorgesetzten. Zwölf Prozent verwenden Emojis auch, wenn sie mit Online-Shops oder Dienstleistern kommunizieren.

Bei 56 Prozent haben Emojis schon mal zu Verwirrungen in Konversationen geführt, bei den 16- bis 29-Jährigen trifft dies sogar auf 73 Prozent zu.

Männer (51 Prozent) sagen etwas häufiger als Frauen (43 Prozent), dass Emojis ihnen helfen, sich besser auszudrücken. Knapp die Hälfte (48 Prozent) antwortet häufig einfach nur mit einem Symbol, statt einen Text zu schreiben. Und 46 Prozent sind genervt, wenn andere genau dies tun und lediglich per Emoji auf eine Nachricht antworten.

Eine Minderheit von 15 Prozent findet, es gebe zu viele Emojis.

Für die Erhebung befragte Bitkom Research von der 18. bis zur 21. Kalenderwoche 2024 telefonisch 1.005 Personen ab 16 Jahren.

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Deu Fußball Sport

Thomas Müller bestätigt Ende seiner DFB-Karriere

Thomas Müller hat nach der Fußball-EM seine Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft offiziell beendet. „Nach 131 Länderspielen und 45 Toren sage ich dem Bundesadler heute Servus“, sagte in einem am Montag auf Youtube veröffentlichten Video.

„Ich durfte an vier Weltmeisterschaften und vier Europameisterschaften teilnehmen, den WM-Pokal in die Luft strecken und eure Zuneigung auf dem Platz spüren“, fügte er hinzu. Es habe ihn immer sehr stolz gemacht, für sein Land aufzulaufen.

Dem Team werde er jetzt auf dem Weg zur WM 2026 als Fan die Daumen drücken.

Müller hat für Deutschland insgesamt 131 Spiele absolviert und dabei 45 Tore erzielt. 2014 wurde er mit der Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister. Seit der WM 2010 war er bei den großen Turnieren immer im DFB-Aufgebot, wobei er bereits in seinem ersten Turnier Torschützenkönig wurde.

Nach der WM 2018 war Müller von dem damaligen Bundestrainer Joachim Löw kurzzeitig aussortiert worden, pünktlich zur EM 2021 hatte Löw die Entscheidung aber revidiert.

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Deu EU Nahrungsmittel Politik Unternehmen Wetter

Özdemir will EU-Frosthilfen für deutsche Obst- und Weinbaubetriebe

Das Bundeslandwirtschaftsministerium drängt die EU-Kommission dazu, EU-Hilfen infolge von Frostschäden auch für deutsche Obst- und Weinbaubetriebe zugänglich zu machen. „Bekanntlich macht eine Kaltwetterfront nicht am Grenzübergang halt“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) am Montag.

Hintergrund ist, dass die Kommission zuletzt Krisenhilfen aus der Agrarreserve in Höhe von 62 Millionen Euro für Österreich, Tschechien und Polen nach Frost- und Hagelschäden für Obst-, Gemüse- und Weinbaubetriebe in Aussicht gestellt hatte – ohne Deutschland in die Hilfsmaßnahme einzubeziehen. Das Ministerium hatte dem Vorhaben deshalb seine Zustimmung verweigert.

Besonders in Ost- und Süddeutschland hat der Spätfrost im Obst- und Weinbau erhebliche Schäden verursacht.

Nach aktuellen Schätzungen der betroffenen Bundesländer summieren sich die Frostschäden in Deutschland auf mindestens 210 bis 254 Millionen Euro.

„Polen, Österreich, Tschechien und Deutschland waren von demselben Extremwetter betroffen“, so Özdemir. „Die betroffenen deutschen Betriebe wirtschaften teilweise unmittelbar an der Grenze.“ Das Brüsseler Vorgehen ergebe einfach keinen Sinn und zerstöre Vertrauen.

Er erwarte, dass die EU-Kommission diese „Ungleichbehandlung“ zügig auflöse und die Frosthilfen auch für deutsche Landwirten öffne.

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Deu Industrie Politik Unternehmen Wirtschaft Wirtschaftskrise

Wirtschaftsministerium beklagt „anhaltende Schwäche“ der Industrie

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die konjunkturelle Erholung in Deutschland weiter verzögert.

Die jüngste Eintrübung der Stimmungsindikatoren und die erneuten Rückgänge bei Auftragseingängen und Produktion zeigten eine „anhaltende Schwäche“ in der stark exportorientierten deutschen Industrie, heißt es im Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums für Juli, der am Montag veröffentlicht wurde. Die jüngsten Zahlen könnten demnach infolge von Brückentagen im Mai aber auch etwas nach unten verzerrt sein.

Nachdem der außergewöhnlich hohe Auftragsbestand in der Industrie infolge der Coronakrise und der damit zusammenhängenden Materialengpässe seit längerer Zeit für eine Stabilisierung der Produktion gesorgt hatten, scheine dieser Puffer nunmehr zunehmend abgebaut zu sein, heißt es weiter. Gleichzeitig erwiesen sich die weiterhin rückläufigen Auftragseingänge, insbesondere aus dem Ausland, zunehmend als Bremse für eine nachhaltige Erholung der Industriekonjunktur.

Eine „Aufhellung der außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ könnte nach Einschätzung des Ministeriums aber im weiteren Jahresverlauf aber zu einer „Trendwende“ in der Industrieproduktion führen.

Auch mit Blick auf die Entwicklung des privaten Verbrauchs haben sich die jüngsten Stimmungsindikatoren, wie der GfK-Konsumklimaindex und das HDE-Konsumbarometer, laut Monatsbericht zuletzt etwas eingetrübt und damit den vorherigen Aufwärtstrend abgeschwächt. Dennoch sollte sich die binnenwirtschaftliche Nachfrage angesichts der „insgesamt robusten Beschäftigungsentwicklung, moderater Verbraucherpreissteigerungen und steigender Realeinkommen zunehmend beleben“, so das Ministerium. Nicht zuletzt sei infolge der Fußball-EM ein „kleiner, positiver Impuls“ im zweiten Quartal 2024 zu erwarten, von dem vor allem die konsumnahen Wirtschaftsbereiche wie Einzelhandel, Gastronomie und Beherbergungsgewerbe profitieren dürften.

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Börse Börsenbericht Deu Livemeldung Wirtschaft

Dax startet leicht im Minus – Trump-Attentat im Fokus

Der Dax ist am Montag mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.700 Punkten berechnet, 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Sartorius, Rheinmetall und die Münchener Rück, am Ende Siemens Energy, die Commerzbank und BMW.

„Das Attentat auf Donald Trump ist zum Beginn dieser Handelswoche natürlich Thema Nummer eins“, sagte Thomas Altmann von QC Partners.

„Auf der Handelsplattform Predictit ist der Kurs von Donald Trumps Präsidentschaftsaktie in Folge des versuchten Attentats von 60 auf 68 geklettert.“ Damit werde eine zweite Präsidentschaft von Trump immer wahrscheinlicher. „An der Wallstreet wird das versuchte Attentat heute allerdings keine Auswirkung auf die Kurse haben.“

„Zum Wochenbeginn kommen enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China“, fügte der Marktexperte hinzu.

Die Wirtschaft im Reich der Mitte wachse langsamer als erwartet und erhofft. „Die Erholung von der Immobilienkrise verliert einmal mehr an Dynamik.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,0888 US-Dollar (-0,17 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9184 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 84,90 US-Dollar; das waren 13 Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Deu Politik USA Wahlen

Esken befürchtet weitere Aufheizung der Stimmung durch Trump

SPD-Chefin Saskia Esken befürchtet, dass Donald Trump und seine Anhängerschaft das Attentat vom Wochenende dazu nutzen werden, die Stimmung im Wahlkampf weiter anzuheizen.

„Wir haben ja auch in der Vergangenheit schon solche Situationen erlebt, die dann beispielsweise im Sturm auf das Kapitol geendet haben“, sagte sie am Montag den Sendern RTL und ntv. „Solche aufgeheizten Momente, die könnten jetzt sehr, sehr gefährlich werden, nicht nur in Bezug auf einen Wahlsieg.“

Auf die Frage, wie sich Deutschland und die Bundesregierung verhalten sollen, wenn Trump die Präsidentschaftswahlen gewinnt, sagte die SPD-Vorsitzende: „Das ist längst natürlich der Fall, dass die Bundesregierung, dass in ganz Europa Regierungen sich darüber bewusst sind, dass man näher zusammenrücken muss, dass man sich der eigenen Kräfte auch bewusst werden muss. Dass die Einigkeit der demokratischen Kräfte in Europa jetzt eben gestärkt werden muss, um dort ein Gegengewicht auch zu schaffen.“