Arbeitskreis legt Vorschläge für klimaschonendere Luftfahrt vor

Arbeitskreis legt Vorschläge für klimaschonendere Luftfahrt vor - Politik in Berlin
Weil die Investitionen in die SAF-Produktion bislang "bei weitem" nicht ausreichend sind, drängt der Arbeitskreis auf weitere Investitionsanreize und die gezielte Förderung von Großprojekten im Industriemaßstab. Die Arbeitsgruppe Technologie spricht sich unter anderem für aerodynamischere Flugzeugteile und Pilotenunterstützungssysteme für treibstoffoptimierte Anflüge aus. Ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts hofft die Arbeitsgruppe auch auf Technologien, die Wasserstoff für die Luftfahrt nutzbar machen. Nur durch die Einführung "zukünftiger Technologien" sieht die Gruppe in einem optimistischen Szenario ab 2035 gleichbleibende oder geringfügig sinkende Emissionen. Die Arbeitsgruppe für effizienten Luftverkehr schlägt zudem vor, durch ein neues Verkehrssteuerungsprinzip klimaschonende Luftraumnutzer zu bevorteilen.
Mit dem "100-Flüge-Trial" soll zudem erforscht werden, wie klimaschädliche Kondensstreifen vermieden werden können. "Der Luftverkehr nimmt weltweit zu", sagte Oliver Luksic (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium. Es brauche "Lösungen, die Wettbewerbsverzerrungen und Carbon Leakage vermeiden, und gleichzeitig Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland sichern", erklärte er. Die Ergebnisse des Arbeitskreises würden helfen, zentrale Felder zu identifizieren, in denen schnell und effektiv Emissionen eingespart werden können.
"Diese werden wir zügig prüfen und wollen alle sinnvollen Maßnahmen so schnell wie möglich umsetzen." Anna Christmann (Grüne), Koordinatorin für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, lobte die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in der Arbeitsgruppe. "Dieses Engagement über Branchengrenzen hinweg ist bisher einzigartig und eine wichtige Grundlage, um die Luftfahrt in den nächsten Jahren weiter zu dekarbonisieren."
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